SPD-Ortsverein diskutiert sein Konzept #SELIGENSTADT2030 erstmals in der Öffentlichkeit

UND Keine Kommentare
Sein Konzept "Seligenstadt2030" will der SPD-Ortsverein erstmals in aller Öffentlichkeit erörtern und diskutieren. Am Montag, 22. Januar, 19.30 Uhr, stehen die weitere Entwicklung und die Zukunft der Einhardstadt im Jakobsaal des St.-Josefshauses auf der Agenda.

Dies, so betont Parteichef Dr. Reiner Stoll, solle in einer etwas anderen Form der Aufarbeitung vonstatten gehen. Damit meint er nicht in erster Linie den angekündigten Sektempfang, den gibt es auch, als vielmehr die Diskussion und Meinungsbildung in kleinen Gruppen. „Alle interessierten Bürger können sich äußern, es wird keine steife Podiumsdiskussion geben.“

Andere Form der Aufarbeitung

An mehreren Tischen soll unter Leitung von Prof. Dr. Martina Ritter an diesen Fragen und Themen gearbeitet werden:

  • Wie können wir die Handhingsfähigkeit Seligenstadts erhalten?
  • Wie können wir das Gemeinwesen stärken?
  • Welche Rolle spielt Kultur in all ihren Ausprägungen an dieser Stelle?
  • Wie können wir die soziale Gerechtigkeit stärken?
  • Und welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang öffentliche Orte?

Hinter allen Fragen steht das Ziel, „die Marke SELIGENSTADT2030 weiterzuentwickeln“, sagt Stoll. In einer Schlussrunde werden die Ergebnisse jedes Tisches allen anderen vorgestellt.

Im Vorfeld der Veranstaltung betonte Stoll, die bei der Präsentationen der SPD-Konzeption aufgetretenen Irritationen mit der TGS seien ausgeräumt worden. Es sei fälschlicherweise der Eindruck entstanden, dass auf dem dortigen Areal mit einem Kongresszentrum lediglich eine Kulturhalle mit einer Art Sport-Option entstehen solle. Das sei falsch, vielmehr gehe es um einen ganzen „Hallenkomplex“, will sagen, Kulturhalle sowie eine „gute Halle für die TGS“.

Zum bereits angesprochenen Erhalt der Handlungsfähigkeit gehört für Stoll und SPD-Sprecher Franz A. Roski die Schaffung repräsentativen Örtlichkeiten. Neben der Hallen-Frage müsse auch der Problemfall Hans-Memling-Schule geklärt werden, für den die SPD kleinteilige Lösungsvorschläge hat. Zudem soll das ehemalige Stadtwerkegelände mit Gastronomie und einem Hotel bestückt werden. Es sei wichtig, ein breites Meinungsbild einzusammeln, danach die Themen im Konsens anzugehen, damit sie nicht zum „Klotz am Bein“ werden.

Kommunale Politik, kein Lagerwettkampf

Von diesen repräsentativen Örtlichkeiten hin zur Sozialen Gerechtigkeit ist es nach Ansicht der SPD nur ein kleiner Schritt. Denn die Stadt stehe durchaus in der Verantwortung, solche öffentliche Orte zu schaffen: Stichwort Kultur. Die müsse allen zur Verfügung gestellt werden, dürfe keine Privatangelegenheit werden. Wohnraum, Einzelhandel, Medizin-Zentrum oder Tourismus, der den Tagesbesuch beibehält (nicht ausbaut), dafür aber fleißig (Tagungs-) Gäste bewirbt, sind weitere Stichworte mit Potenzial, die die SPD in ihrer Zukunftswerkstatt mit Inhalt füllen will. Dies natürlich in Kooperation mit den Partnern FDP und FWS. Es gelte die Koalitionsvereinbarung auszuloten und verhandelbare Aspekte in den Mittelpunkt zu rücken. Angesprochen werden soll zudem die Opposition. Schließlich, so Stoll, „geht es um kommunale Politik und nicht um Lagerwettkampf“.

Quelle: Offenbach-Post vom 18.01.2018 / mho

Leave a Reply